Die Stadt Gualdo Tadino zählt zu den wichtigsten Keramikzentren Umbriens, weltweit bekannt als die "Stadt der Keramik"; die ersten Dokumente aus den nahe gelegenen Städten belegen, dass die Keramiker aus Gualdo Tadino bereits im Trecento ihre Produkte auf Messen und Märkten in ganz Umbrien anboten.
Die Geschichte von Gualdo Tadino ist die Geschichte des Verhältnisses der Stadt zur Keramikkunst, das Geflecht der Leben, der Schicksale von Einzelnen und Gruppen, mit Gewohnheiten, Bräuchen und sozialen Beziehungen, bestimmt von wirtschaftlichen Aktivitäten, bei denen die Schönheit im Vordergrund steht. Die Keramik ist daher einerseits ein historisches Ereignis, das nach einer genauen Rekonstruktion mit wissenschaftlicher Strenge und kulturellem Elan verlangt, und andererseits eine künstlerische Ausdrucksform, die die chronologischen Grenzen der Geschichte überschreitet, um sich als Objekt bewundern zu lassen, das mehr in die Kategorie des Schönen als in die des Nützlichen fällt.
In der Stadt der Keramik wurde das Unternehmen Bianconi Pietro im Jahr 1974 gründet, zu beginn mit einer Produktion von Keramikartikel als Halbfertigerzeugnissen, die gemeinhin als “Biskuitkeramik” gezeichnet werden. In den 90er Jahren eroberte Bianconi Pietro den Markt der Keramikstudios durch eine kommerzielle Partnerschaft mit den wichtigsten Vertriebskanälen für “Keramikstudios” sowie den amerikanischen “Ceramic Caffès”. Gegen Ende der 90er Jahre verbreitete sich in den vereinigten Staaten das Konzept der “Keramikstudios”, das sich ab 2005 auch in Europa durchsetzte.
In diesen Jahren hat sich das Unternehmen Bianconi Pietro daher auf die Produktion von Biskuitkeramik für den Hobby-Markt spezialisiert, sich überwiegend auf ausländische Märkte konzentriert, auf die Kreativität und hohe Qualität des Produkts gesetzt und ständig neue Formen und Modelle für den "Fun"-Markt entwickelt.